Einsichten und Optimierung

Die E 05 (2008)

Konzept:

 

Nach mehreren erfolgreichen Umbauten von TE Loks mit Mabuchi Bausätzen von Heiko Mehnert, nahm ich mir jetzt im Oktober 2007 die seit mehr als 10 Jahren eingelagerte E 05 vor. Heiko gab mir dann auch in Koblenz 2007 den entscheidenden Tipp, dass man an dem Bleigewicht der Lok auch mit einem „scharfen Löffel“ Platz für eine Schwungmasse schaffen kann.

Nach dem Öffnen des Lokgehäuses durch Abschrauben der Puffer zeigte sich, dass nicht nur Platz für eine 5mm breite Schwungmasse ist, sondern auch für den größeren Mabuchi Motor. Damit hoffte ich auch das knarzende hässliche Geräusch verursacht durch den alten „neuen“ Trix Permamotor zu eliminieren.

 

Veränderungen an der Lok:

 

Um Platz für den Mabuchi mit Schwungmasse zu schaffen wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

 

· Rückwand des Motorseitigen Führerstands entfernen.

· Lagerböcke für den Permamotors soweit kürzen, dass der Mabuchi Motor sauber aufliegt und der Eingriff der Schnecke stimmt.

· Eine Schwungmasse aufziehen (19x5 mm mit 2mm Bohrung).

· Eine Schnecke Modul 0,5 mit 2 mm Bohrung aufziehen.

· Bleigewicht mit der Laubsäge auf der Motorseite um 7 mm aussägen (auf dem Bild an der Stelle der sichtbaren Schwungmasse).

 

Der neue Motor wurde mit Zweikomponenten Kleber fixiert und geklebt. Der Bleigewichtsblock ist mit zwei Schrauben am Rahmen befestigt und kann bequem am Arbeitstisch mit der Laubsäge bearbeitet werden. Vorsicht dabei, denn das Blei ist weich und verformt sich eventuell beim Einspannen in einem Schraubstock. Ist dies passiert besteht fast keine Chance mehr die originale Form herzustellen.

 

Schon beim Öffnen der Lok fiel mir die ungleiche Gewichtsverteilung auf. Die hier sichtbare rechte Seite hatte mit Motor und dem höheren Bleigewicht wesentlich mehr Radlast als die linke Seite mit der Platine.

Zugeschnittene Bleiplatten aus dem Modellbau passen exakt in die Lücke oberhalb der Platine und sorgen jetzt für eine gleichmäßige Belastung der Antriebsräder. Dabei bleibt auch noch genügend Platz für einen DCC Decoder zwischen Platine und zusätzlichem Gewicht.

Fazit:

 

Die Lok schleicht jetzt fast ohne Motorgeräusche über die Schienen und die Zugkraft ist durch die Ausgewogene und höhere Masse ca. 1/3 höher als vorher.

Durch die Schwungmasse erreicht die Lok 1/2 Loklänge Auslauf bei Vorbildgeschwindigkeit und hat damit eine sehr hohe Betriebssicherheit erreicht.

Das „hobbeln“ der Lok bei größerem Zuggewicht ist ebenfalls verschwunden, da jetzt die Lokmasse gleichmäßig verteilt ist. Die Grenzlast auf der Anlage liegt jetzt bei vier 4-Achsern oder sechs preußischen 2 und 3-Achsern.

Mit ausgezeichneten analogen Fahreigenschaften ist die E 05 jetzt auch digital sehr schön zu fahren.

 

Der Umbau hat sich gelohnt und der Einsatz der Lok macht Spaß.

Jedem Modellbahner, der nicht nur Modelle für Vitrinen sammelt, ist dies wohl schon mal passiert:

Man ersteht eine begehrte schöne Lok und stellt dann fest, dass diese auf der Anlage aufgrund der schlechten Fahreigenschaften nicht einsetzbar ist.

 

Die Fahreigenschaften leiden oft unter den selbst hemmend ausgelegten  Getrieben, starren Fahrwerken und Systembedingten schlecht ausgeführten Stromaufnahmen.

 

Ein solcher Fall war die E 05 von Trix in der Express Ausführung. Ein sehr schönes Modell, welches 1979 erstmals im Katalog erschien und auf einer Börse 1994 im ungebrauchten Zustand die Sammlung bereicherte.

 

Zugschluss

 

Die Ernüchterung kam sehr schnell, denn die Lok „knarzte“ mit lautem Motorengeräusch und denkbar geringer Zugkraft über die Anlage. Bei drei Vierachsern war schon die Grenzlast erreicht und die Lok hoppelte dann mit durchdrehenden Rädern auf den Schienen. Ein starres Fahrwerk sorgte weiterhin für eine schlechte Stromabnahme.

Trix und Trix Express sind eingetragene Warenzeichen der Trix Modelleisenbahn GmbH & Co. KG, Göppingen.  Genannte Marken oder Produktnamen sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.

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